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Start Das Sonnenhaus

Das Sonnenhaus

Was versteht man unter einem Sonnenhaus?

Als Sonnenhaus bezeichnet man ein Gebäude, welches zu einem Anteil von mindestens 50% aus solarer Energie gespeist wird. Dabei ist die Heizenergieerzeugung wegen Ihres übergroßen Anteiles vorrangig zu betrachten. Die Warmwasserbereitung wird in dieser Betrachtung stets als unaufwendiges Nebenprodukt erzeugt.

Schema Heizsystem - Grafik © Sonnenhaus-Institut

Die bisher von Hauseigentümern und leider auch vielen HLS-Installateuren vertretene Meinung, dass solare Warmwasserbereitung mittels 5-8m² Kollektoren völlig ausreichend sei, erfüllt den Anspruch an eine Solaranlage bzw. an ein Sonnenhaus in keinem Fall. Das sind keine zukunftsweisenden Lösungen, da sie in fast allen Fällen auch noch mit einem viel zu kleinem Speicher gekoppelt sind bzw. werden. In diesem Fall ist spätestens nach zwei bis drei Tagen die Speicherenergie (nur für Warmwasserbereitung) komplett verbraucht und somit ist die Anlage wirkungslos.
Deshalb wird diese Betrachtung bei Sonnenhäusern ausgeschlossen. Hier haben selbstverständlich die „Ablehner “ der solaren Nutzung recht, dass sich eine solche Anlage „nicht rechnet“, denn sie erzeugt praktisch nur im Sommer echt Warmwasser, fast nie in den Übergangsjahreszeiten und nur wenig im Winter, weil ihre Konfiguration völlig falsch ist. Sonnenhäuser wurden in Deutschland bisher rund 100 Mal gebaut.

 

 

 

Bilder © Sonnenhaus-Institut

 

Hundertprozentig1 mit Solarenergie versorgte Häuser sind die oberste Stufe eines Sonnenhauses und nur unter bestimmten Voraussetzungen zu erreichen. Solche Häuser wurden Deutschland bisher über ein Dutzend Mal gebaut – 2 davon zwei in Sachsen.

Deshalb werden wir, wie alle Solararchitekten, an einer Maximierung der solaren Deckungsrate arbeiten und Ihnen an Hand Ihres Grundstückes die Möglichkeiten aufzeigen. Bei Bestandsobjekten bestehen noch größere Abhängigkeiten. Eine besondere Herausforderung ist dabei die immer preiswertere Erstellung von Sonnenhäusern.

1 Bei realen Deckungsraten ab 95% spricht man landläufig von einer hundertprozentigen Deckung. Meist ist die Erhöhung auf reale 100% an einen finanziell oft nicht notwendigen Mehraufwand gebunden, den wir nicht in allen Fällen für gerechtfertigt halten, da die Heizsysteme zum Decken der übrigen max. 5% deutlich preisgünstiger sind und auch für ein besonderes Behaglichkeitsgefühl immer mehr an Bedeutung gewinnen.

 

 

 

 

 

Eine möglichst große Dachfläche muss eine Südorientierung haben. Die Abweichung sollte nicht größer als 25° von Süden sein.

Grafiken © Sonnenhaus-Institut

Die Dachfläche eines Sonnenhauses sollte mindestens eine Dachneigung von 50° aufweisen, da die Wintersonneneinstrahlung der entscheidende Faktor für die Nutzung ist. Unser Ziel wird eine größtmögliche Annäherung an die Idealneigung von 67° sein.

Jede Abweichung von beiden Grundsätzen kostet einen Mehraufwand an Dachfläche.
Im Extremfall ist eine Dachorientierung nach West oder Südost denkbar. Aber dies sollte auch nur für Bestandsobjekte zutreffen.
Ein interessierter Bauwilliger sollte sich seinen Baustandort nach diesen Kriterien heraussuchen und auch Kommunen müssen endlich ihre restriktiven Beschränkungen, welchen nur den Energieanbietern dienen, aufgeben und flexible Wohngebiete entwickeln. Bei bereits begonnenen Baugebieten fragen Sie bei der Kommune oder dem Bauträger nach den Bebauungsplanvorschriften und lassen Sie uns gemeinsam nach einer Lösung in Ihrem Sinne suchen.